Frauen profitieren mehr von Sport

Länger leben durch Bewegung
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Körperliche Aktivität ist gesund. Denn wer regelmäßig Sport treibt, lebt länger. Frauen müssen sich für diesen positiven Effekt sogar etwas weniger anstrengen als Männer.

140 Minuten reichen bei Frauen

Zur Förderung der Gesundheit werden allgemein 300 Minuten moderate Bewegung oder eine Stunde intensives Training pro Woche empfohlen. Moderat bedeutet z.B., dass man während der Bewegung noch reden, aber nicht mehr singen kann. Typische moderate Aktivitäten sind entspanntes Radfahren oder zügiges Gehen. Beim intensiven Training kommt man ordentlich ins Schwitzen und der Puls steigt, wie es beim Joggen oder flottem Radfahren passiert.

Im Alltag ist es nicht immer leicht, diese Mindestmenge an Bewegung zu erreichen. Frauen können jetzt aber aufatmen: Bei ihnen reichen für den lebensverlängernden Effekt schon 140 Minuten moderater Sport, wie eine aktuelle Untersuchung ergab.

Männer müssen 300 Minuten pro Woche trainieren

Ausgewertet wurden dabei die Daten von über 400000 US-amerikanischen Männern und Frauen, die durchschnittlich 44 Jahre alt waren. 150 bis 300 Minuten pro Woche sportlich aktiv mit mindestens moderater Intensität waren 43% der Männer und 32% der Frauen. 33 % der Männer und 23% der Frauen schafften sogar mehr als 300 Minuten körperliches Training.

Im Laufe der zwölfjährigen Nachbeobachtungszeit verstarben knapp 40000 der Studienteilnehmer*innen. Das Forscherteam berechnete, dass Männer ihr Sterberisiko mit 300 Minuten moderatem bis intensivem Sport proWoche um 18% verringern konnten. Für einen ähnlich großen Nutzen mussten sich die Frauen nur 140 Minuten pro Woche bewegen. Kamen sie mit ihrem Training auf 300 Minuten, reduzierten sie ihr Sterberisiko sogar um 24%.

Biologische Unterschiede am Werk

Männer müssen offenbar einen höheren Aufwand betreiben, um aus Sport einen gesundheitlichen Nutzen zu ziehen, resümieren die Autor*innen. Sie führen dies auf biologische Unterschiede zurück, z.B. auf die bei Männern höhere Muskelmasse und der dadurch bedingten höheren Trainingskapazität.

Quelle: Journal of the American College of Cardiology

Quelle: Dr. med. Sonja Kempinski
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