LDH (Laktatdehydrogenase)

Das Enzym LDH kommt im ganzen Körper vor, besonders aber in Herz, Niere, Leber, Skelettmuskulatur, Milz und roten Blutkörperchen. Jeweils vier Untereinheiten des Typs H (wie Herz) und/oder M (wie Muskel) lagern sich in unterschiedlichen Kombinationen zusammen, sodass fünf LDH-Isoenzyme entstehen.

Die LDH wird heute meist ergänzend bestimmt, da Erhöhung zwar einen Zelluntergang anzeigt, nicht aber das geschädigte Organ. Die Bestimmung der Isoenzyme erlaubt zwar gewisse Rückschlüsse diesbezüglich, eine Bestimmung ist aber durch die Verfügbarkeit anderer Parameter nur selten sinnvoll.

Normalbereich (Blut) [KLL; TLD]

< 250 U/l (Messung bei 37 °C)

Indikation

  • Verdacht auf einen mehrere Tage zurückliegenden Herzinfarkt
  • Differenzierung einer Gelbsucht, von Leberschäden oder einer Blutarmut (Anämie)
  • Verlaufsbeobachtung bei einigen bösartigen Tumoren (z. B. Non-Hodgkin-Lymphomen).

Ursachen erhöhter Werte

  • Herzinfarkt, Herzmuskelentzündung
  • Lungenembolie
  • Hämolytische oder megaloblastäre Anämie
  • Hepatitis und andere Leber- und Gallenblasenerkrankungen
  • Schwere Infektionen, Pfeiffersches Drüsenfieber
  • Muskelerkrankungen
  • Chronische Nierenerkrankungen
  • (Fortgeschrittene) Tumoren.

Quelle: Dr. med. Arne Schäffler, Dr. med. Ingrid Wess in: Gesundheit heute, herausgegeben von Dr. med. Arne Schäffler. Trias, Stuttgart, 3. Auflage (2014).
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