Hitze verändert Medikamentenwirkung

Verstärkte Effekte, weniger Durst
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Nicht nur die Hitze selbst macht chronisch Kranken verstärkt zu schaffen. Hohe Temperaturen können auch die Wirkung von eingenommen Medikamenten verändern oder verstärkt Nebenwirkungen auslösen. Doch welche Arzneistoffe sind in den heißen Tagen besonders gefährlich?

Verstärkte Wirkung, neue Nebenwirkungen

Vermindertes Durstgefühl und Blutdrucksenkung sind nur zwei der kritischen Nebenwirkungen, die manche Medikamente an heißen Tagen verursachen. Dabei kann es sich um die Verstärkung einer ursprünglich erwünschten therapeutischen Wirkung (bei den Blutdrucksenkern) oder um andere, bisher beim Patienten nicht beobachtete Nebenwirkungen handeln. Mit welchen unerwünschten Wirkungen man in Zeiten großer Hitze rechnen muss und welche Medikamente diese verursachen, hat die Deutsche Allianz Klimawandel & Gesundheit aufgelistet:

Spezialfall Pflaster

Manche Wirkstoffe werden in Form von Pflastern verabreicht. Wird es jedoch heiß und die Durchblutung der Haut nimmt zu, steigt auch die Menge des aufgenommenen Wirkstoffs häufig um ein Vielfaches. Besonders kritisch ist das bei Schmerzpflastern mit Opiaten. Hier ist es wichtig, dass der behandelnde Arzt gegensteuert und z. B. geringer dosierte Pflaster verordnet.

Nicht einfach selbst entscheiden!

Medikamente dürfen aber keinesfalls vom Patienten selbst angepasst werden, das ist Sache des behandelnden Arztes. Doch wer weiß, mit welchen Nebenwirkungen er bei Einnahme seiner Arzneimittel rechnen muss, kann diese schneller erkennen und Hilfe suchen. Außerdem ist es empfehlenswert, regelmäßig Blutdruck, Puls und gegebenenfalls auch den Blutzucker zu kontrollieren, um im Falle von Auffälligkeiten zum Arzt zu gehen.

Quelle: Deutsche Allianz Klimawandel & Gesundheit

Quelle: Dr. med. Sonja Kempinski
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