Priapismus

Häufigkeit (ziemlich selten)


chronische Erkrankungen: 0,1% - 0,4%
akute Erkrankungen: 0,2% - 1%

Priapismus: Sehr schmerzhafte Dauererektion über zwei Stunden (nur zu Beginn lustvoll). Zwei Drittel der Fälle geschehen ohne herausfindbare Ursache, ein Viertel ist durch eine Leukämie bedingt, der Rest verteilt sich auf eine überschießende Wirkung einer SKAT-Therapie, andere Tumoren oder auch Thrombosen in der Beckenregion. Seltene Ursachen sind Schädigungen vom Rückenmark bei multipler Sklerose und Nerven (z. B. Spätfolge eines Diabetes). Drogen, Alkohol und Medikamente können ebenfalls einen Priapismus auslösen.

Das macht der Arzt

Nach örtlicher Betäubung durchsticht der Urologe die Eichel des Penis mit einer großen langen Nadel (Kanüle), die ausreichend tief in die Schwellkörper hineinreicht. Anschließend saugt er das geronnene Blut ab und spült die Schwellkörper mit Kochsalzlösung. Wird nicht rechtzeitig behandelt, droht eine dauerhafte Unfähigkeit zur Erektion, da das Gewebe unwiderruflich geschädigt wird und die Schwellkörper vernarben.

Quelle: Dr. med. Martina Sticker, Dr. med. Arne Schäffler
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